Sonnwendfeier, 25.06.2022 ab 18.00 Uhr

Warum die Sommersonnenwende ein Grund zum Feiern ist

Dies ist in Kürze ein kleiner geschichtlicher Rückblick zur Sonnwendfeier,

um das Brauchtum wieder aufleben zu lassen, das ansonsten in Vergessenheit gerät, wenn wir dieses nicht weiter pflegen und wiederbeleben und weitergeben, was in weiter Vergangenheit unsere Vorfahren erlebten und gefeiert haben.

Nach den düsteren Wintermonaten werden die Tage alljährlich am Ende Dezember immer länger und die Nächte immer kürzer. Nach dem längsten Tag des Jahres, dem 21. Juni, wandelt sich das Ganze jedoch wieder ins Gegenteil. Warum aber begehen gerade an diesem Wendepunkt, der so genannten Sommersonnenwende, so viele Völker traditionell ein Fest? In Schweden heißen die Feierlichkeiten zur Sommersonnenwende "Mittsommer", in anderen Ländern "Johannisfest".

Sommersonnenwende: Heidnische Bräuche im religiösen Fest

Ursprünglich haben diese Feste zur Sommersonnenwende einen heidnischen Ursprung, in deren Mittelpunkt vor allem der Sonnengott stand: An diesem langen Sonnentag kamen seine Kraft und Wirkung auf die Natur und die Ernte so richtig zur Geltung - besonders in nordeuropäischen Ländern, wo die Sonne im Sommer zum Teil gar nicht mehr untergeht. Das volle Licht und Leben erstrahlte also - das genossen die Menschen in vollen Zügen, weil sie wussten, dass von nun an die Nächte wieder zunahmen. Und das taten sie schon lange, bevor sich der christliche Glaube in Europa durchsetzen konnte. Das Johannisfest als Gedenktag des Heiligen

Aber nach der Christianisierung passten heidnische Bräuche wie die Feste zur Sommersonnenwende und der christliche Glaube nicht mehr zusammen - deshalb hat die Kirche die Feierlichkeiten zur Sommersonnenwende religiös umgedeutet. Heute stehen die traditionellen Feste zur Sommersonnenwende im Zusammenhang mit dem Heiligen "Johannes dem Täufer" und tragen auch vielerorts einen daraus schließenden Namen. So heißt das Fest in Finnland zum Beispiel "Juhannus".

Am 24. Juni soll Johannes der Täufer geboren worden sein. Deshalb gedenkt die Kirche ihm an diesem Tag mit einem Fest, meist an dem Sonntag, der dem 24. Juni am nächsten liegt. Der Namenstag fällt damit in die Zeit der Sommersonnenwende. Das passte ganz gut zusammen, zumal im Johannesevangelium (3, 30) ein Täuferspruch geschrieben steht, der durchaus einen Bezug zur abnehmenden Länge der Tage zulässt: "Er (Christus; Anm. d. Red.) muss wachsen, ich aber muss abnehmen."  Johannes der Täufer soll sehr enthaltsam gelebt, gepredigt und zahlreiche Menschen, darunter auch Jesus Christus, getauft haben.